Was mich geprägt hat
Am Anfang meiner beruflichen Laufbahn hatte ich zwei Chefs. Und sie haben mich auf sehr unterschiedliche Weise geprägt: Der erste war jemand, der an mich geglaubt hat, bevor ich es selbst tat.
Er ließ mich ins kalte Wasser springen – nicht leichtfertig, sondern bewusst.
Und er blieb am Beckenrand stehen. Beobachtend. Unterstützend. Klar. Ich durfte Verantwortung übernehmen, ausprobieren, Fehler machen. Gleichzeitig bekam ich präzises Feedback, ehrliche Förderung und echte Aufmerksamkeit für meine Entwicklung. So habe ich gelernt und mehr noch ich wurde besser.
Mein Volontariat habe ich mit einem sehr guten Abschluss beendet, vor allem aber mit einem tiefen Vertrauen in meine eigene Wirksamkeit.
Einige Jahre später, Ende zwanzig, arbeitete ich als Redakteurin in einer Nachrichtensendung. Ein intensiver Job: frühe Morgen, hohe Schlagzahl, viel Verantwortung. Eines Tages merkte ich, dass vorbereitete Beiträge verschwunden waren. Einfach weg. Gelöscht. Kurz darauf begannen nächtliche Anrufe meines Chefredakteurs: Ich sei ungenau, ich würde Dinge vergessen, ich müsse grundsätzlich anders arbeiten. Ich begann, mich abzusichern, speicherte alles doppelt, jeden Beitrag, jeden Schritt. Nach und nach bekam ich mit: Ich bin nicht allein! Auch andere Frauen in der Redaktion machten ähnliche Erfahrungen. Wir begannen uns auszutauschen, Muster zu erkennen. Und wir entschieden gemeinsam, unsere Erfahrung weiterzugeben. Der Chefredakteur wurde entlassen! Und einige Monate später übernahm ich diese Stelle.
Diese beiden Erfahrungen, Förderung auf der einen Seite, subtile Entwertung auf der anderen, haben mich nachhaltig geprägt. Sie haben mir gezeigt, wie stark Führung wirkt, wie sehr sie Menschen wachsen lassen kann oder auch. Und genau dort setzt meine Arbeit heute an.
Was mich ausmacht
Ich bin Coach und Ex-Führungskraft! Außerdem: Schatzsucherin, Strategielotsin, Ideentankstelle. Proaktivität war immer mein Leitmotiv. Ich mag Menschen, die gestalten wollen und helfe ihnen, genau das wieder zu können: entscheiden, handeln, führen. Dabei sind zuhören, verstehen und auf den Punkt bringen, meine stärksten Werkzeuge.
Warum Coaching für Führung?
Weil gute Führung keinen Titel hat, sondern ein Zustand ist.
Und weil wir andere nur so gut führen können, wie wir uns selbst verstehen.